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Systems 2006 in München - für mich enttäuschend schwach

Peter Schulze am 27. Oktober 2006.

Für mich war die diesjährige Systems 2006 sehr schwach.
Als IT’ler habe ich natürlich Ansprüche. Und das, was ich wirklich vermisst habe, waren Aussteller im Hardware-Bereich. Keine Trends, keine Neuigkeiten, weder Geräte noch Peripherie.
Dagegen nervten schon fast die zwei Messehallen, die vorwiegend ERP-Software (oder ähnliche) anboten.

Nur die Messehalle 4 - Netzwerk und Security - war für mich wirklich positiv besetzt und ein Highlight auf dieser sonst sehr dünn besiedelten Messe. Die Vorträge waren vorwiegend gut. Man konnte was lernen und erkannte Trends.

Doch reicht das für eine Messe mit diesem Ruf? Eigentlich richten sich meine Fragen (und Vorwürfe) eher an die Messeveranstalter als an die Aussteller.
Für mich ist einfach unklar, wie man als Veranstalter die erste Messehalle, die man als Besucher vom Parkplatz aus betritt (Halle 6), die am schwächsten besetzte Halle gestalten kann!!! Nur zu knapp zwei Drittel mit wirklichen Ausstellern belegt, ein Drittel nichts sagende Infosäulen aus der Geschichte der EDV auf gut 80 mal 40 m verteilt. Das animiert regelrecht zum Durchlaufen anstatt zu verweilen und sich zu informieren.

Insgesamt wurde die mangelnde Ausstellerzahl mit “raumgreifenden” Anordnungen versucht zu begegnen. Und denkt man sich die gesponserten Ausstellungsflächen der ohnehin nicht komplett erschienenden Bundesländer sowie der EU-Staaten (oder solcher, die es werden wollen) weg, so hätte die gesamte Systems 2006 in drei, maximal vier Messehallen gepasst.

Und ob die diesjährigen tatsächlichen Aussteller einen Nutzen bei dieser teueren und dennoch schwachen Messe ziehen und damit wieder buchen, wage ich zu bezweifeln.

Vielleicht muss die Messe München in solchen Zeiten einfach mehr Service bieten und auch kurzfristig Sonderofferten machen. Ich war z.B. bei einem Aussteller, der in seinem ca. 5×3m-Stand geradeso einen Schriftzug mit seinem Firmennamen anbringen konnte. Der würde sich naürlich um unkonventionelle Hilfe seitens des Messeveranstalters freuen. Haben die wenigen Aussteller guten Erfolg, werden sie wieder buchen und der Erfolg wird Schule machen und so wieder für mehr Aussteller sorgen. Aber das konnte ich auf der diesjährigen Messe leider nicht erkennen.
Weniger ist manchmal mehr - das gilt sicher auch für Messen - aber nur, wenn die Qualität zunimmt.

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