Menschliches > Wirtschaft

Luxus Auto fahren

Peter Schulze am 12. November 2007.

Nachdem in der vergangenen Woche die Spritpreise in gleich 4 Preiserhöhungen um 10 Cent/Liter angehoben wurden, haben die tausenden Autofahrer, die ihr Auto zum täglichen Broterwerb benötigen, langsam aber sicher die Nase voll.

Auch der Unternehmer stöhnt unter den hohen Preisen, denn die kann er in der Regel nicht auf seine Preise beim Kunden umlegen. Viele Fahrten sind notwendig, um einfach den Betrieb zu gewährleisten und fallen somit den Betriebskosten zu und sind so nicht dem Kunden in Rechnung zu stellen.

Und während die fahrenden Arbeitnehmer und die Unternehmer unter der hohen Last stöhnen, weiß der Staat mit den erhöhten Steuereinnahmen nicht mehr wohin damit. Da bietet sich doch eine Diätenerhöhung geradezu an. Sicher verdienen die Ölmultis auch an jeder Preiserhöhung, aber der wahre “Beutelschneider” (so nannte man früher die Steuereintreiber aber auch die Diebe, die den armen Leuten an den Geldbeutel gingen) ist der Staat, der mit jeder Preiserhöhung - da prozentual gerechnet - fleißig mitverdient!

Dabei wirkt sich diese Steuer gleich doppelt aus, denn die höhere Kraftstoffsteuer, die den Preis je Liter Kraftstoff automatisch miterhöht, wird durch die darauf abzuführende Mehrwertsteuer noch einmal besteuert und so zwei mal verteuert!

Wie lange soll das noch gutgehen? Wie viel Geld will der Staat noch rauspressen? Auch so kann man Wirtschaftsaufschwung ausbremsen! Vielleicht können bald die ersten Dienstleistungen nicht mehr erbracht werden, weil man sich das Autofahren nicht mehr leisten kann? Vielleicht werden die ersten “Billigjobber” erneut durchrechnen und feststellen, dass die “soziale Hängematte” komfortabler ist, als 10 Stunden Arbeit abzüglich der Fahrtkosten.

Aber ehe die Politik in dieser Frage reagieren wird, trocknet der Rhein aus.

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