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Schmerzgrenze bei Spritpreisen noch nicht erreicht?!

Peter Schulze am 14. Mai 2008.

Pfingsten hat bezüglich der Spritpreise wieder einmal alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt: Super über 1,50 Euro - Benzin genauso teuer - die ersten Tankstellen, bei denen Diesel teuerer war als Benzin.

Wie lange soll das noch so gehen?

Der Staat verdient kräftig mit, die Speditionen geben die Preise an die Kunden weiter und die ausländische Speditionskonkurrenz freut’s. Denn mittlerweile lohnt es sich für hiesige Unternehmen, die Billigkonkurrenz aus dem Osten zu chartern, denn diese kommt mit vollen (Zusatz-)Tanks in ihren Trucks beispielsweise aus der Ukraine, fahren bis Spanien und zurück und tanken erst wieder, wenn sie in der Ukraine zurück sind den billigen heimischen Diesel.

Wir Endverbraucher zahlen doppelt und dreifach und füllen damit nur die Kassen der Mineralölkonzerne und den Staatshaushalt mit zusätzlichen Steuereinnahmen, während sich die Politiker u.a. auch damit die Diäten erhöhen können.

Dreifach abgezockt stimmt tatsächlich, denn die Mineralölsteuer als erste Steuerquelle erhöht sich mit dem Spritpreis, hinzu kommt darauf dann die Umsatzsteuer als zweite Steuereinnahme (also eine Steuer auf die Steuer!) und da die Transportkosten sich wiederum auf die Rohstoff- und Warenbeschaffung und -distribution steigernd auswirken, schlicht also alles teuerer wird, erhöht sich auf diese Produkte noch einmal der Umsatzsteueranteil - also eine indirekte dritte Steuererhöhung.

ABSURD: Der Staat erhöht sich durch einen Automatismus die Steuereinnahmen, die dann durch Kostensteigerungen zu weiteren zusätzlichen Steuereinnahmen führen, ebenfalls automatisch!

Der Dumme ist der Verbraucher am Ende der Kette. Der Dumme ist der, der sich noch was leisten kann und leisten muss und genau der ist es auch, der damit auch für den Staat leisten muss.
Wer nichts hat, ist für den Staat ohnehin schon uninteressant genug (der kostet dem Staat ja nur - übrigens auch mehr) und wer zu den Reichen zählt, den juckt’s nicht.

Ausgepresst aber werden all diejenigen, die sich Tag für Tag durch’s Berufsleben schlagen müssen, die redlich Ihre Familien ernähren wollen, die Verantwortung für sich, ihre Familien und sehr oft auch als Selbständiger oder Arbeitgeber kleiner und mittelständischer Unternehmen für andere Menschen Verantwortung übernehmen.

Doch das alles juckt unsere Regierung (noch) nicht und angesichts von hie und da beginnenden Wahlkampftaktiken, versuchen die Parteien auch nur mit demagogischen Plattheiten, Dinge wie “Gerechtigkeit” zu thematisieren, ohne wirklich in der Lage und gewillt zu sein, diese heißen Eisen irgendwie tatsächlich anzufassen und zu einer Lösung zu bringen.

Doch wenn durch solche Entwicklungen die Kaufkraft und damit die Binnennachfrage weiter sinkt, dann verspielt Deutschland ein Pfund, welches in den letzten drei Jahren gerade erst zarte Früchte trug.

Was wir jetzt brauchen, sind Steuerentlastungen und Lastenausgleich für diejenigen, die die Wirtschaft und die Binnenachfrage am Leben erhalten. Das sind die Menschen, die durch regelmäßige Tätigkeit ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Dazu müssen sie beweglich bleiben, müssen sich das Fahren zur Arbeit noch leisten können. Deswegen bin ich der Meinung, brauchen wir wieder die Pendlerpauschale ab dem 1. Kilometer, brauchen wir, den wirtschaftlichen Erfordernissen und den durchschnittlichen Einkommen durch Steuersenkung angepasste Spritpreise.

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