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10.11.2008  |  Autor: Sylvia Poth / Jessica Hund

Wunden im Herzen - der unsichtbare Schmerz

Sylvia Poth
Jeder von uns hatte in seinem Leben schon einmal Liebeskummer, weil er einen geliebten Menschen entweder durch Trennung oder Tod verloren hat. Dieser Schmerz, den man bei einem solchen Verlust empfindet, ist ein seelischer Schmerz, der uns unendlich leiden lässt – ja, er ist sogar so stark, dass wir mitunter fast daran zu Grunde gehen. Die tiefe Wunde, die dabei in unser Herz gerissen wird, eine unsichtbare Wunde, die auf den ersten Blick nicht zu sehen ist.
Sie macht sich jedoch durch Angstzustände, Magenschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Kreuzschmerzen und vieles mehr bemerkbar.
Wie soll man jedoch mit einem solchen seelischen Schmerz umgehen?
Meist fragt sich der Verlassene, was er falsch gemacht hat und nicht selten fällt man in Depressionen und Selbstzweifel.

Sylvia Poth meint: „Wenn man verlassen wird, hat man das Gefühl, die Welt gehe für einen unter; man meint, es würde nicht mehr weitergehen. – Aber es geht immer weiter, die Zeit bleibt nicht stehen.
Die Wunden im Herzen heilen nicht so schnell und sie hinterlassen schreckliche Narben. Je tiefer diese Wunden sind, desto schwerer kann man sich auf einem neuen Partner einlassen und Vertrauen zu ihm fassen. Jedoch sollte man stets bedenken, dass kein Mensch gleich ist. Daher sollte man seinen neuen Partner niemals mit dem alten vergleichen, denn dies ist Gift für eine Partnerschaft. Daher rate ich jedem, sich nach dem Ende einer Partnerschaft eine Auszeit zu nehmen und sich nicht sofort aus Angst vor dem Alleinsein in eine neue Beziehung flüchten.“

Jessica Hund führt weiter: „Es ist sehr wichtig, dass man nach dem Zerbrechen einer Partnerschaft seine Trauer zulässt und sich nicht vor dem Schmerz verschließt. Für unsere Seele ist diese Zeit der Trauer so ungemein wichtig und befreiend, da die Wunden in unserem Herzen nur dann heilen können, wenn wir sie zuvor mit unseren Tränen gereinigt haben.
Durch die Trauer können wir den Schmerz mit der Zeit verarbeiten und über den Verlust hinwegkommen.“

Sylvia Poth sagt: „Man sollte sich jedoch nicht die Frage stellen: „War ich schuld?“ Nein – es sind immer zwei schuld am Scheitern einer Partnerschaft. Wobei man hier gar nicht von Schuld sprechen sollte. Spirituell gesehen trennt sich alles, was nicht zusammen gehört und alles, was zusammen gehört, wird zusammen bleiben.“

Jessica Hund fügt an: „Jede Partnerschaft in unserem Leben hat einen tieferen Sinn und ist wichtig für uns. Oft hat man mit bestimmten Menschen im Leben eine Aufgabe zu lösen, bei der unsere Seele eine wichtige Lektion lernt. Und wenn wir den Schmerz über das Ende einer Partnerschaft überwunden haben, werden wir eines Tages erkennen, dass auch diese Partnerschaft ein Geschenk für uns war, das uns ermöglicht hat, etwas Wichtiges über uns selbst zu lernen und ein großes Stück mehr zu uns selbst zu finden.“

Sylvia Poth meint weiter: „Wenn man jedoch nicht über seine Trauer hinwegkommt und die Trauer sich auch auf den Körper auswirkt, sollte man sich nicht davor scheuen, dies mit einem Arzt zu besprechen oder sich therapeutische Hilfe zu suchen.
Jedoch sollte man den Schmerz ausleben, denn nur die ausgelebten und verarbeiteten Dinge können wir innerlich abschließen und loslassen.
Verdrängen wir jedoch unseren Schmerz und leben die Trauer nicht aus, werden die Erinnerungen immer wieder hochkommen und der unverarbeitete Schmerz wird uns unser ganzes Leben lang verfolgen. Ja, der unverarbeitete Herzschmerz kann auch körperliche Herzkrankheiten - bis hin zum Herzinfarkt - auslösen. Dies wurde auch in einer wissenschaftlichen Studie belegt.

Überwundene Enttäuschungen oder Verluste prägen uns und machen uns stark – auch wenn sie noch so schlimm zu durchleben sind.
Es wird wieder eine Zeit kommen, in der wir wieder glücklich sind.
Alles ist vergänglich im Leben: Die schönen wie die schlimmen Zeiten. Und dies ist gut so, denn sonst würden wir Menschen dieses Leben nicht leben können und unser Leben lang in ein und demselben Zustand verharren.
Wir Menschen sind so eingerichtet, dass wir auch sehr schlimme Verluste verkraften können. Wäre dies nicht so, würden wir an den Wunden in unserem Herzen und an den seelischen Schmerzen sterben.
Wenn wirklich eine Liebe zerbricht, dann wurde in der Partnerschaft schon länger ein Partner verletzt. Liebe, die weh tut, ist keine Liebe. Diese Erkenntnis ist unser einziger Trost, wenn der Schmerz vorbei ist. Denn im Schmerz erinnert man sich nur an die schönen Dinge in der Partnerschaft. Aber man sollte auch mal über die negativen Seiten und die weniger schönen Momente nachdenken. Diese nehmen nämlich zum Ende einer Beziehung meist überhand.“
Weitere Informationen zu diesem Thema...
Kontaktinformationen:
Platon Praxis
Pastor-Schill-Str. 16, 66839 Schmelz-Hüttersdorf, Saarland, Deutschland
Telefon: 0049.06887.6546
Webseite: www.platon-energiearbeit.de
Ansprechpartner: Jessica Hund
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